Auch ein Laden in dem einfach alles zusammen passt: Ambiete, Auswahl, Service und Wohlfühlfaktor. Das Interior ist denkmalgeschützt, zu DDR Zeiten war hier eine Philatelie beheimatet, und die Inneneinrichtung ist ein Pfund das die beiden Betreiber stilsicher aber behutsam einsetzen. Was das Briefmarkenweine aber zu einem echten Lieblingsort  macht ist die Herzlichkeit und die Professionalität mit der man hier agiert.

 

Zu trinken gibt es Wein ausschließlich aus Italien mit Sachverstand ausgewählt und zu sehr kundenfreundlich kalkulierten Preisen, viele Positionen kann man auch glasweise bekommen. Die Karte ist hand gemalt mit vielen Erklärungen zu den unterschiedlichen Anbaugebieten und Trauben, aber ich würde mich auf den Service verlassen um das Richtige zu finden.   

 

Jeden Abend steht ein Pastagericht auf der Karte, dazu Antipasti Teller mit hochwertigen Zutaten und kleine Panninis oder Tramenzzinis; als Weinbegleitung passt das alles ganz hervorragend und die Qualität der Speisen ist durchweg gut.

 

Und so trinkt man seinen Rosso mitten auf der etwas unwirklich anmutenden, unwirtlichen Karl-Marx Allee mit Blick auf DDR Architektur und Gebäude, deren Wohnungen zu Mauer Zeiten sehr begehrt waren und ausschließlich der Nomenklatura zugewiesen wurden, und freut sich, dass die Gastgeber das Wagniss eingegangen sind, hier eine Weinbar für jedermann zu eröffnen.   

                  

Karl Marx Allee 99 – Friedrichshain /  030 420 252 935  / Mo-Sa 19:00-24:00 / www.briefmarkenweine.de / U5 Weberwiese – Bus 347 Weberwiese    

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

News

Berlin in der Revolution 1918/19 – 09.November 2018-03.März 2019

Die Aufnahmen der Pressefotografen, insbesondere der Gebrüder Haeckel und von Willy Römer, erzählen fotografisch von der Revolution 1918/19. Ihre Aufnahmen sind auch als historische Quellen zu lesen, die etwa erkennen lassen, dass nicht nur Arbeiter und Soldaten Akteure der Revolution waren. Zugleich wird auf den Film wie auf die Unterhaltungskultur im Winter 1918/19 eingegangen, um ein authentischeres Bild von den Revolutionsmonaten und der bestehenden Parallelwelt zu vermitteln. Denn die teils kriegerische Gewalt gehörte ebenso dazu, wie die Lust an den Vergnügungen. Alle Infos – hier

Berlin 18/19 – 23.November 2018 – 19.Mai 2019

Die Sonderausstellung im Märkischen Museum widmet sich den Geschehnissen der Novemberrevolution in Berlin und ihren bis heute sichtbaren Nachwirkungen. Was passierte nach dem 9. November 1918 an der Spree? Wie sah der Revolutionsalltag der Berlinerinnen und Berliner aus? Welche Vorgeschichte hatte der Januaraufstand von 1919, und warum wurden im März desselben Jahres ganze Stadtviertel zum Bürgerkriegsgebiet? Die Sonderausstellung zeigt das großstädtische Leben in der Revolutionsphase und beleuchtet die Hintergründe der Gewalteskalation. Alle Infos - hier

 

Französische Filmwoche 28.November – 05.Dezember 2018

 

Auf dem Programm der Französischen Filmwoche 2018 zahlreiche Deutschlandpremieren französischer und frankophoner Filme. Zum 18. Mal wird die Französische Filmwoche zu einem Forum der Begegnung und des Austauschs. Alle Infos – hier