Ora

Wenn man nicht weiß, dass sich hier ein Café befindet, dann ist man kurzzeitig erstmal verunsichert – die Tische draußen zeigen einem aber an, dass man richtig ist: in der ehemaligen Oranien Apotheke hat letztes Jahr eines der schönsten Berliner Cafés aufgemacht. Die Betreiber haben die Apothekeneinrichtung einfach erhalten und so sitzt man jetzt inmitten von ehrwürdigen Eichenschränken und Regalen, Aufbewahrungsgefässe von Tinkturen und Salben finden sich noch in den Regalen, und man erliegt dem Charme dieses Ortes sofort.

 

Die Karte bietet kleine Gerichte, alles bio, alles regional und saisonal, viele Produkte werden aus den nahegelegenen Prinzessinengärten gekauft, es wird aber auch selbst angebaut. Das selbstgebackene Sauerteigbrot – welches man seit kurzem auch vor Ort kaufen kann - wird mit verschiedenen Aufstrichen angeboten, die in Einweckgläsern serviert werden. Das ist kein neues Konzept aber an diesen Ort passt es perfekt während es anderswo einfach nur prätentiös wirkt. Oder es gibt ein Spargel Risotto aus Grünkern – bissfest und nicht verkocht, intensiv aber nicht überwürzt. Natürlich wird vormittags auch Frühstück serviert aber das Ora entwickelt sich mehr und mehr zur Brasserie. 

 

Lassen Sie unbedingt Platz für die hausgebackenen Kuchen. Im Ora servieren sie Tarten, wie man sie normalerweise nur in Frankreich bekommt: ein Hauch von Mürbeteigboden, damit das verwendete Obst eine passende Resonanz hat aber den Geschmack dominiert. Auch die dänischen Zimtschnecken sind unbedingt zu empfehlen.

 

Wer will bleibt bis zum Abend hier und geht dazu über einen Wein oder ein Bier von der kleinen aber feinen Karte zu bestellen und freut sich, dass dieser wunderbare Ort von den beiden Betreibern geschaffen wurde.  

 

Oranienplatz 14 – Kreuzberg /  030 753 28 39 / tgl. 09:30-01.00 / https://de-de.facebook.com/oraberlin / U8-U1 Kottbuser Tor – M29 Oranienplatz / Preise - €

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Kommentare: 2
  • #1

    Katharina (Mittwoch, 04 Januar 2017 09:51)

    Wirklich ein sehr gemütliches Café! Freundliches Personal, leckere Zimtschnecken ... nur der Mandelmilchkaffee hat noch Verbesserungspotenzial.

  • #2

    Charlotte@fortsetzungberlin (Mittwoch, 04 Januar 2017 18:39)

    Den hatte ich nicht getestet, da mir Mandelmilch nicht so gut schmeckt....

News

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Die Aufnahmen der Pressefotografen, insbesondere der Gebrüder Haeckel und von Willy Römer, erzählen fotografisch von der Revolution 1918/19. Ihre Aufnahmen sind auch als historische Quellen zu lesen, die etwa erkennen lassen, dass nicht nur Arbeiter und Soldaten Akteure der Revolution waren. Zugleich wird auf den Film wie auf die Unterhaltungskultur im Winter 1918/19 eingegangen, um ein authentischeres Bild von den Revolutionsmonaten und der bestehenden Parallelwelt zu vermitteln. Denn die teils kriegerische Gewalt gehörte ebenso dazu, wie die Lust an den Vergnügungen. Alle Infos – hier

Berlin 18/19 – 23.November 2018 – 19.Mai 2019

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