Sammlung Boros

Allein das Ausstellungsgebäude für sich ist schon ungeheuer interessant; 1942 wurde es als ziviler Hochbunker der Reichsbahn in Betrieb genommen, später diente der Bunker in der DDR als Lagerhalle eines Obst- & Gemüsekombinats. In den 90er Jahren als Technoclub der härteren Art genutzt, erwarb der Düsseldorfer Medienunternehmer Christian Boros 2003 das Gebäude. Nach mehrjähriger Umbauphase wurde die Sammlung Boros 2008 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Boros und seine Frau sammeln Werke von Künstlern seit 1990 bis heute. Zu sehen bekommt man einen repräsentativen Querschnitt der Positionen der zeitgenössischen Kunst, auch von mittlerweile so etablierten  "Klassikern“ wie Ai Weiwei, quer durch alle Darstellungsformen die der Kunst zur Verfügung stehen; eine große Affinität hat die Schau allerdings zu Klanginstallationen. Alle Künstler inszenieren ihre Kunstwerke selbst bei Schauwechseln oder erarbeiten ihre Objekte gezielt für einen der Räume. Das ist oft sperrig und manchmal auch gewöhnungsbedürftig aber immer hoch interessant und aufschlussreich in seiner Positionierung.   

 

Die Ausstellung ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen, in der der Besucher auch mehr über die Entstehungsgeschichte der Sammlung lernt und natürlich jede Menge Hintergrundwissen über die Künstler, ihre Werdegänge und ihre dargestellten Werke bekommt.

  

Reinhardtstrasse 20 – Mitte / 030 2408 33 330 / Do – So 12:00 -18:00 nur nach Voranmeldung / www.sammlung-boros.de / Bus 147 Albrechtsstrasse – S Bahn Friedrichstrasse   

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Kommentare: 2
  • #1

    Philipp Gassert (Samstag, 15 April 2017 17:14)

    Der Bunker als Ausstellungsort ist spannend, leider scheint die Sammlung Boros gerade geschlossen zu sein. Bunker sind an vielen Orten grad sehr in der Diskussion, auch bei uns in Mannheim. In Düsseldorf gibt es eine Bunker-Kirche. Hier eine Sammlung verschiedener Kunst- und Kulturprojekte rund um Weltkriegsbunker: http://www.marchivum-blog.de/category/kunst-und-bunker/

  • #2

    Charlotte@fortsetzungberlin (Samstag, 15 April 2017 19:33)

    Ja Sammlung Boros ist momentan geschlossen; es wird die neue Ausstellung ab Mai kuratiert. Danke für den Link mit den verschiedenen Projekten in Bunkern - ausgespochen interessant.

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Jüdische Kulturtage 07.-17.November 2019

 

Die Jüdischen Kulturtage bieten einen Einblick in die jüdische Kultur in ihrer Vielfalt. Mit Jazz, Soul, Pop, Rock, Weltmusik, Synagogaler Musik, Klassik, Comic, Literatur, Vorträgen, öffentlichen Gottesdiensten und einem großen Fest bieten die Festivaltage auch nichtjüdischen Besuchern die Möglichkeit, das jüdische Leben kennenzulernen. Mehr Informationen – hier.  

 

Südwestpassage Kultour – 09.-10.November 2019

 

Bereits zum zwölften Mal findet in Friedenau die Südwestpasssage Kultour statt. Ateliers, Werkstätten und Galerien sind geöffnet und das Publikum ist herzlich eingeladen, Entdeckungen zu machen und in die Welt der Friedenauer Kreativszene einzutauchen. Darüber hinaus gibt es Führungen und Künstlergespräche. Alle Infos – hier.

 

Around The World In 14 Films – 21.-30.November 2019

 

Einmal im Jahr stellt das Independant Festival vierzehn herausragende Werke des jungen Weltkinos vor.  Alle Filme sind erstmals in Berlin zu sehen. Zuvor wurden sie auf den führenden Filmfestivals von Cannes, Locarno, Rotterdam, San Sebastián, Sundance, Toronto oder Venedig diskutiert, gefeiert und ausgezeichnet. Gäste, Filmgespräche, Sonderreihen, Special Events sowie ein herausragender deutscher Film des Jahres ergänzen das Programm.  Alle Informationen – hier.