Und wieder ein Platz, den wir Hobrecht verdanken – der Mann ist für unsere Stadt eine der prägendsten Persönlichkeiten des 19.ten Jahrhunderts. Er hat durch seine Modernisierungspläne – nichts anderes war der Hobrecht Plan nämlich – die Berliner Mischung ins Leben gerufen und das Wohnen & Arbeiten der kurzen Wege; Ihm hat Berlin das Gesicht zu verdanken, das es heute noch so prägt.

 

Angelegt wurde der Winterfeldplatz 1890 und nach dem preußischen Militär Hans Karl von Winterfeldt, eines Generals Friedrich des Großen, benannt.  Am südlichen Ende schließt der Platz mit der katholischen Kirche St. Matthias ab, nördlich ist der Platz offen hin zu Maaßenstrasse und Nollendordplatz. Im Krieg wurde die unmittelbare Umgebung des Platzes stark zerstört, die Neubebauung ist aus heutiger Sicht nicht unbedingt gelungen zu nennen. Ein Kuriosum am Rande: Bis zur Bildung von Groß-Berlin 1920 gehörte der westliche Teil des Platzes zu Schöneberg, damals noch eine unabhängige Gemeinde, der östliche hingegen bereits zu Berlin.

 

Der Winterfeldtplatz ist nicht wirklich schön – zu gross und langgestreckt, ohne Bänke und Bäume. Aber die eigentliche Attraktion des Winterfeldtplatzes ist auch eine andere: sein Wochenmarkt. Mittwochs und samstags kann man hier hervorragend einkaufen. Der Samstagsmarkt ist der größte und auch einer der beliebtesten der Stadt und für eigentlich alle Interessengruppen attraktiv: Feinschmecker wählen sorgfältig ihre Waren, Nachtschwärmer trinken einen frischgepressten Saft und stärken sich mit Street- Food, Familien decken sich mit frischen Obst und Gemüse ein, Touristen staunen, was die Deutschen inzwischen alles so essen und, wer nicht nur Lebensmittel sucht,  wird hier auch fündig; Hausrat, Schmuck, Kunsthandwerk – vieles von hoher Qualität und kaum Alltagsware.

 

Nach dem Markt schlendern die Kiezbewohner in eines der Cafes in den angrenzenden Straßen. Die Gegend um den Winterfeldtplatz ist eine der Ausgehadressen Berlins; ein bißchen erwachsener vielleicht und nicht so touristisch, aber international und urban.

 

Schöneberg / U2 Nollendorfplatz – Bus 204 Winterfeldtplatz   

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Südwestpassage Kultour – 09.-10.November 2019

 

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Einmal im Jahr stellt das Independant Festival vierzehn herausragende Werke des jungen Weltkinos vor.  Alle Filme sind erstmals in Berlin zu sehen. Zuvor wurden sie auf den führenden Filmfestivals von Cannes, Locarno, Rotterdam, San Sebastián, Sundance, Toronto oder Venedig diskutiert, gefeiert und ausgezeichnet. Gäste, Filmgespräche, Sonderreihen, Special Events sowie ein herausragender deutscher Film des Jahres ergänzen das Programm.  Alle Informationen – hier.