Gratis in Berlin: Die Stadt "Umsonst"

Die kulturellen Möglichkeiten in Berlin sind vielfältig, aber häufig nicht eben günstig. Etliche Museen und Kultureinrichtungen sowie private Institutionen oder Organisationen bieten jedoch freien oder reduzierten Eintritt an. Neben den aufgeführten bieten die Staatlichen Museen Berlin Personen, die Transferleistungen erhalten und sich entsprechend ausweisen, ebenfalls freien Eintritt. Dazu zählen Empfänger von ALG II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz. Die SMB Museen bieten auch Jahreskarten ab 25 bzw. 50 EUR an – für Vielseher auf jeden Fall lohnenswert. Der Eintritt im Hamburger Bahnhof kostet regulär bereits 14 EUR und das schaffen Sie nie an einem Tag.


Man kann in Berlin auf jeden Fall auch mit kleinem Budget oder sogar gratis kulturell teilhaben oder politische Meinungsbildung betreiben. Die Liste übernimmt keine Gewähr auf Vollständigkeit, wird aber regelmäßig aktualisiert. Unterteilt ist sie in Museen und Galerien & Kunsträume der einfacheren Handhabung halber. 

 

Museen:

 

Abguss-Sammlung-Antiker-Plastik 

Die Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin zeigt cia 2.000 Gipsabgüsse griechischer und römischer Skulpturen.

 

Allierten Museum

Das Alliierten-Museum veranschaulicht die Geschichte der Westmächte und Berlins in der Zeit von 1945 bis 1994. Die Dauerausstellung "Wie aus Feinden Freunde wurden" stellt die fünfzigjährige Präsenz der Westmächte in Berlin anhand zahlreicher Originalobjekte dar.

 

Alltag in der DDR

Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland präsentiert in der Kulturbrauerei die Dauerausstellung „Alltag in der DDR“. Gezeigt wird anhand von Originalobjekten, Dokumenten sowie Film- und Tonaufnahmen das Leben in der DDR zwischen Arbeitswelt und Privatleben.

 

Deutscher Dom

"Wege, Irrwege, Umwege - die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland" – zeigt die  Entwicklung des deutschen Parlamentarismus und vermittelt die Grundlagen der politischen Ordnung der heutigen Bundesrepublik.

 

Deutsch-Russisches Museum Berlin Karlshorst

Gemeinsam erinnern Deutschland und Russland an die Geschichte des Weltkrieges aus ihrer jeweiligen Sicht und thematisieren seine Folgen bis heute.

 

Dokumentationszentrum NS Zwangsarbeit 

In verschiedenen Baracken kann man hier das letzte noch erhaltene NS-Zwangsarbeiterlager Berlins besichtigen bzw. das, was davon noch übrig ist: eines von über 3.000 während des Zweiten Weltkrieges in Berlin. Von 1943 bis 1945 lebten hier über 2.000 italienische Militärinternierte, Zivilarbeiter sowie weibliche KZ-Häftlinge.

 

Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Das Notaufnahmelager Marienfelde war seit 1953 in Betrieb und bewältigte bis zum Mauerfall rund 60% des gesamten Flüchtlingsaufkommens aus der DDR. 1,35 Millionen Menschen gelangten durch das "Nadelöhr zur Freiheit".

 

Gedenkort Rummelsburg

Die Dauerausstellung unter freiem Himmel reicht von der Zeit des Kaiserreiches bis zum Fall der Mauer im  November 1989. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 18 Biografien ehemaliger Insassen des Arbeitshauses und Häftlinge des DDR-Gefängnisses, deren Vita auf individuellen Stelen aufgearbeitet werden.

 

Gedenkstätte Stille Helden In der Dauerausstellung "Widerstand gegen die Judenverfolgung 1933 bis 1945" wird an Menschen erinnert, die während der NS-Diktatur verfolgten Juden beistanden, sie versteckten oder ihnen zur Flucht verhalfen.

 

Galerien & Kunsträume

 

Verein Berliner Künstler

1841 vom großartigen Schadow gegründet ist der Verein Berliner Künstler der älteste Verein bildender Künstler in Deutschland. Heute zählt er 120 Mitglieder und versteht sich als Repräsentanz selbstverwalteter professioneller Künstler in Berlin.

 

St. Agnes 1967 aus Beton erbaut, wurde das katholische Gotteshaus 2004 aus finanziellen Gründen aufgegeben und von der Berliner Diözese zur Vermietung freigegeben. Heue befindet sich hier die Galerie König - eine der führenden Galerien des Landes.    

 

Haus am LützowplatzEin Ausstellungszentrum für zeitgenössische Kunst. Das Haus am Lützowplatz wurde 1938 vom Verein Berliner Künstler übernommen, der hier ein graphisches Kabinett sowie eine Bibliothek und ein Archiv einrichtete. Mit Beginn der 1960er Jahre etablierte es sich in Berlin als Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst.

 

Salon Dahlmann Der Salon Dahlmann – benannt nach der letzten Besitzerin des Hauses – beherbergt die  Sammlung des deutsch-finnischen Unternehmers Timo Miettinen.

 

Kommunale Galerien Berlin

Es gibt 28 Kommunale Galerien in Berlin mit insgesamt 3.500 m2 Ausstellungsfläche, verteilt über die 12 Bezirke. Ihr Auftrag - die kulturelle Diversität der Stadt abzubilden und als Orte der kulturellen Bildung und Kunstvermittlung für Menschen unterschiedlicher Herkunft, verschiedener kultureller Hintergründe und aller Generationen zu dienen.

 

Kunstquartier Bethanien Heimat für so unterschiedliche Projekte wie den Kunstraum Kreuzberg-Bethanien, die Druckwerkstatt des BBK Berlin, die Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg oder das Freiluftkino Kreuzberg.

 

Schloss BiesdorfKommunale Galerie Marzahn-Hellersdorf, die sich in ihren Ausstellungen zeitgenössischen Kunstprojekten mit Fokus auf den städtischen Raum widmet und in Zusammenarbeit mit dem Kunstarchiv Burg Beeskow Positionen aus der ehemaligen DDR zeigt. Darüber hinaus sehr sehenswertes Schloss und Park.

 

Sexauer GalleryDer Anwalt und Kulturveranstalter Jan-Philipp Sexauer eröffnete seine Galerie 2013 in einem ehemaligen Industriegebäude in Weißensee. Sicherlich ein Wagnis, denn auch 2017 ist er immer noch ein Pionier in dieser Gegend. Das ihm vorschwebende Gebäude fand er aber nur hier und so machen sich Kunstbegeisterte jetzt auf in ein sprödes Wohn-& Gewerbemischgebiet um in einem mittelgroßen, weiß gehaltenen Raum Kunst zu schauen.

 

 

 

 

 

 

News

Berlin Biennale – 09.Juni-09.September 2018

Die Berlin Biennale ist das Forum für zeitgenössische Kunst in Berlin. Sie findet alle zwei Jahre an variierenden Orten in Berlin statt und wird von unterschiedlichen Konzepten bekannter Kuratoren geprägt. Die Veranstaltungen im Rahmen des öffentlichen Programms «I’m Not Who You Think I’m Not» finden an vielen verschiedenen Orten in Berlin statt. Am 8. Juni 2018 wird die Berlin Biennale um 19 Uhr zeitgleich an allen Ausstellungsorten eröffnet. Alle  Orte sind an diesem Abend bis 22 Uhr zugänglich und der Eintritt ist kostenlos. Mehr Infos – hier.  

 

Die Schönheit der Großen Stadt – ab 23.02.18 Museum Ephraim Palais

Ob „Spree-Athen“ oder urbane Metropole – es geht um die äußere Erscheinung der Stadt Berlin und die dahinter verborgene Schönheit, für die Malerei die Augen öffnen kann. 120 Berliner Bilder zeigen, wie Künstler von Gaertner bis Fetting „Die Schönheit der großen Stadt“ gesehen haben. Infos – hier