Tulus Lotrek

Ein weiterer Neuzugang in 2015 und was für ein gelungener. Maximilian Strohe und Ilona Scholl haben einen lustvollen Ort des Genusses ins Leben gerufen. Ihr Konzept ist nach eigenen Aussagen " für militante Bacchanten, Gürtelweiter-­Schnaller, Korkenknaller, Alles-­Woller und Nichts-­Bereuer, die ihre kulinarische Erfüllung nicht zwangsläufig in leichter, regionaler Gemüseküche finden. Wir konzentrieren uns auf den vollen Genuss." Und das tun sie hier mit so viel Verstand und Herzblut, dass ein Abend im Tulus Lotrek ein absolutes Highlight wird. 

 

Die Tapete in Dschungelmuster findet sich in den Schürzen der Kellner wieder und sobald man denkt - das ist jetzt aber durchgestylt - wird es  schon wieder durchbrochen durch die Kompetenz und das Augenzwinkern mit denen man hier agiert. 

 

Man wählt à la carte, ein fünf oder sieben Gänge Menü mit oder ohne Weinbegleitung und lässt sich fallen. Als Grundlage kommt dann erst mal Brot mit Rohmilchbutter und Ei und in diesem aufregenden Stil geht es weiter. Die Zusammenstellungen sind überraschend, es wird kreuz und quer durch den Gemüse- und Obstgarten kombiniert und auch Skeptiker verstummen ob der handwerklichen Präzision mit der das zubereitet ist. Jakobsmuschel mit Birkenwasser oder Spannrippe mit Kombucha, Rotkohl und Litschi - geht nicht denken Sie. Geht doch und zwar so gut, dass man nicht glauben kann warum man das nicht früher schon gegessen hat. Alles ist so intensiv und überzeugend und von einer solchen überbordenden Kreativität das es eine wahre Lust ist, sich auf diese Reise einzulassen. 

 

Der Service ist genauso leidenschaftlich wie souverän und findet die nötige Balance aus Nähe und Distanz am Gast; ein wahrhaft leidenschaftlicher Ritt. Maximilian Strohe wurde verdientermaßen zum Aufsteiger des Jahres 2016 gekürt    

 

Fichtestraße 24 – Kreuzberg /  030 419 56687 / Di – So ab 18:00 / www.tuluslotrek.de / U7 Südstern - Bus M41 Körtestraße / Preise - €€-€€€  

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Juliane Gassert (Montag, 27 Februar 2017 21:17)

    Danke für diese aussergewöhnliche Empfehlung! Man isst ja schon beim Lesen quasi mit.
    Bei meinem nächsten Berlin Besuch ein MUST.

  • #2

    Charlotte@fortsetzungberlin (Montag, 27 Februar 2017 22:15)

    Gerne - schön, dass ich die Leidenschaft in meinem Bericht rüber bringen konnte

News

Berlin in der Revolution 1918/19 – 09.November 2018-03.März 2019

Die Aufnahmen der Pressefotografen, insbesondere der Gebrüder Haeckel und von Willy Römer, erzählen fotografisch von der Revolution 1918/19. Ihre Aufnahmen sind auch als historische Quellen zu lesen, die etwa erkennen lassen, dass nicht nur Arbeiter und Soldaten Akteure der Revolution waren. Zugleich wird auf den Film wie auf die Unterhaltungskultur im Winter 1918/19 eingegangen, um ein authentischeres Bild von den Revolutionsmonaten und der bestehenden Parallelwelt zu vermitteln. Denn die teils kriegerische Gewalt gehörte ebenso dazu, wie die Lust an den Vergnügungen. Alle Infos – hier

Around the World in 14 Films 22.November – 01.Dezember 2018

Bereits zum 13. Mal findet das Filmfestival "Around the World in 14 Films" satt. Eine cineastische Weltreise mit außergewöhnlichen Filmen des jungen Weltkinos. Alle Filme sind Deutschland - bzw. Berlin Premieren, liefen aber bereits bei den Festivals in Cannes, Venedig, Locarno, Toronto oder San Sebastián und wurden dort begeistert aufgenommen. Mehr Infos – hier

Berlin 18/19 – 23.November 2018 – 19.Mai 2019

Die Sonderausstellung im Märkischen Museum widmet sich den Geschehnissen der Novemberrevolution in Berlin und ihren bis heute sichtbaren Nachwirkungen. Was passierte nach dem 9. November 1918 an der Spree? Wie sah der Revolutionsalltag der Berlinerinnen und Berliner aus? Welche Vorgeschichte hatte der Januaraufstand von 1919, und warum wurden im März desselben Jahres ganze Stadtviertel zum Bürgerkriegsgebiet? Die Sonderausstellung zeigt das großstädtische Leben in der Revolutionsphase und beleuchtet die Hintergründe der Gewalteskalation. Alle Infos - hier

 

Französische Filmwoche 28.November – 05.Dezember 2018

 

Auf dem Programm der Französischen Filmwoche 2018 zahlreiche Deutschlandpremieren französischer und frankophoner Filme. Zum 18. Mal wird die Französische Filmwoche zu einem Forum der Begegnung und des Austauschs. Alle Infos – hier