Die Dauerausstellung unter freiem Himmel reicht von der Zeit des Kaiserreiches bis zum Fall der Mauer im  November 1989.

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 18 Biografien ehemaliger Insassen des Arbeitshauses und Häftlinge des DDR-Gefängnisses, deren Vita auf individuellen Stelen aufgearbeitet werden.

 

1879 von der Stadt Berlin eröffnet, beherbergte das Arbeitshaus vorwiegend Bettler, Obdachlose und Prostituierte, die zur unentgeltlichen Arbeit auf den Feldern der Stadt gezwungen wurden. Aber auch circa 500 Waisenkinder des benachbarten Friedrichs-Waisenhaus mussten hier unter heute unvorstellbaren Bedingungen einsitzen. 

 

Nach der Machtergreifung der Nazis wurde das Arbeitshaus zur „kommunalen Sammelanstalt“ für sogennante „Asoziale“. Unter anderem wurden hier auch Euthanasiemorde der "Aktion T4" - der systematischen Ermordung von mehr als 70.000 Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen -  durchgeführt.

 

Zu DDR Zeiten befand sich in Rummelsburg das zentrale Männer-Gefängnis Ost-Berlins für Politische Häftlinge und Gefangene, denen »asoziales Verhalten« unterstellt worden war sowie für Fluchthelfer aus dem Westen.  Noch im Oktober 1989 wurden hier hunderte Menschen festgehalten, weil sie an den Protesten zum Staatsjubiläum am 7. und 8. Oktober teilgenommen hatten.

 

Die vom Gedenkort entwickelte App thematisiert die Schicksale und die Unterdrückung mit Rundgängen und Zeitzeugenberichten - auch kind- & jugendgerecht.

 

Vom Schrecken den Rummelsburg über ein Jahrhundert ausübte ist heute allerdings nicht mehr viel übrig – das Gelände ist ein bevorzugter Wohnort für Familien geworden.

 

Hauptstraße 8 – Lichtenberg / 030 90296-8000 / Durchgehend geöffnet / www.gedenkort-rummelsburg.de / Tram M21 Kosanke Straße oder SBahn Rummelsburg

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

News

Berlin in der Revolution 1918/19 – 09.November 2018-03.März 2019

Die Aufnahmen der Pressefotografen, insbesondere der Gebrüder Haeckel und von Willy Römer, erzählen fotografisch von der Revolution 1918/19. Ihre Aufnahmen sind auch als historische Quellen zu lesen, die etwa erkennen lassen, dass nicht nur Arbeiter und Soldaten Akteure der Revolution waren. Zugleich wird auf den Film wie auf die Unterhaltungskultur im Winter 1918/19 eingegangen, um ein authentischeres Bild von den Revolutionsmonaten und der bestehenden Parallelwelt zu vermitteln. Denn die teils kriegerische Gewalt gehörte ebenso dazu, wie die Lust an den Vergnügungen. Alle Infos – hier

Berlin 18/19 – 23.November 2018 – 19.Mai 2019

Die Sonderausstellung im Märkischen Museum widmet sich den Geschehnissen der Novemberrevolution in Berlin und ihren bis heute sichtbaren Nachwirkungen. Was passierte nach dem 9. November 1918 an der Spree? Wie sah der Revolutionsalltag der Berlinerinnen und Berliner aus? Welche Vorgeschichte hatte der Januaraufstand von 1919, und warum wurden im März desselben Jahres ganze Stadtviertel zum Bürgerkriegsgebiet? Die Sonderausstellung zeigt das großstädtische Leben in der Revolutionsphase und beleuchtet die Hintergründe der Gewalteskalation. Alle Infos - hier

 

Französische Filmwoche 28.November – 05.Dezember 2018

 

Auf dem Programm der Französischen Filmwoche 2018 zahlreiche Deutschlandpremieren französischer und frankophoner Filme. Zum 18. Mal wird die Französische Filmwoche zu einem Forum der Begegnung und des Austauschs. Alle Infos – hier