Ludwigkirchplatz

Der Platz, ursprünglich Straßburger Platz genannt, wurde 1895 in Ludwigkirchplatz umbenannt, wenige Monate nach der Grundsteinlegung für die Kirche St. Ludwig. Der Politiker Ludwig Windthorst, Vorsitzender der Zentrumspartei, katholisch, ultramontan, Österreich zugeneigt und in erbitterter, gegenseitiger Feindschaft mit Bismarck verbunden, initiierte den Bau der neugotischen Basilika und benannte sie nach seinem Namenspatron Ludwig IX, dem Heiligen König Frankreichs. Ein Wort noch zu Windthorst: Der große Historiker Golo Mann erachtete ihn als den „genialsten Parlamentarier, den Deutschland je besaß“. Ein Urteil, welches sicherlich weiterhin Bestand haben wird.

 

Der Platz wird auch heute noch von dem Backsteingebäude dominiert, 70 Meter hoch ist der Kirchturm, das Gotteshaus ist Heimat der zweitgrößten katholische Gemeinde Berlins. Die Kirche teilt den Platz in einen westlich und einen östlichen Teil. Westlich befindet sich eine Grünanlage mit einem Fontänen-Brunnen, Sitzbänken und der Skulptur des Heiligen Ludwigs. Leider in letzter Zeit etwas ungepflegt – Berlin muss einfach überall sparen. Östlich der Kirche finden Sie einen teils gepflasterten Bereich sowie einen großen Kinderspielplatz. Während die Eltern auch hier entspannt zeitunglesend im Cafe sitzen, toben sich die Kleinen am Fuße der Kirche aus. 

 

Der Ludwigkirchplatz gilt als eine der begehrtesten Wohnadressen in Berlin. Gediegene Altbauten, Cafés, Restaurants und inhabergeführte, stilsichere Geschäfte prägen die Straßen rund um den Platz. Besuchen Sie Zigarren Herzog, Maitre Philippe & Filles, Schmuck & Schokolade oder das Dänische Schrankstudio. Wer hier eine Wohnung ergattert hat, der zieht auch nicht wieder weg, vor allem nicht in Zeiten stetig steigender Mieten. Zahllose Familien bevölkern den Kiez, aber es gibt auch genug Angebote für Nicht-Familien. Im Sommer ist in den Cafés rund um den Platz kaum ein Platz zu bekommen. Ein bisschen gestört wird die Idylle nur durch die etwas zu Hohe Dichte von SUVs.     

 

Wilmerdsorf / U3 Hohenzollernplatz – U9 Spichernstraße - Bus 249 Pariser Straße

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Kommentare: 2
  • #1

    Juliane Gassert (Freitag, 07 April 2017 12:08)

    Eine der schönsten Plätze in Berlin!
    Vielen Dank der Autorin, Du hast die Stimmung wirklich gut beschreiben.

  • #2

    Charlotte@fortsetzungberlin (Freitag, 07 April 2017 13:08)

    Ich bin sehr gerne am Ludwigkirchplatz und mit dem Benedict gibt es ja jetzt noch ein neues Highlight um die Ecke

News

Jüdische Kulturtage 07.-17.November 2019

 

Die Jüdischen Kulturtage bieten einen Einblick in die jüdische Kultur in ihrer Vielfalt. Mit Jazz, Soul, Pop, Rock, Weltmusik, Synagogaler Musik, Klassik, Comic, Literatur, Vorträgen, öffentlichen Gottesdiensten und einem großen Fest bieten die Festivaltage auch nichtjüdischen Besuchern die Möglichkeit, das jüdische Leben kennenzulernen. Mehr Informationen – hier.  

 

Südwestpassage Kultour – 09.-10.November 2019

 

Bereits zum zwölften Mal findet in Friedenau die Südwestpasssage Kultour statt. Ateliers, Werkstätten und Galerien sind geöffnet und das Publikum ist herzlich eingeladen, Entdeckungen zu machen und in die Welt der Friedenauer Kreativszene einzutauchen. Darüber hinaus gibt es Führungen und Künstlergespräche. Alle Infos – hier.

 

Around The World In 14 Films – 21.-30.November 2019

 

Einmal im Jahr stellt das Independant Festival vierzehn herausragende Werke des jungen Weltkinos vor.  Alle Filme sind erstmals in Berlin zu sehen. Zuvor wurden sie auf den führenden Filmfestivals von Cannes, Locarno, Rotterdam, San Sebastián, Sundance, Toronto oder Venedig diskutiert, gefeiert und ausgezeichnet. Gäste, Filmgespräche, Sonderreihen, Special Events sowie ein herausragender deutscher Film des Jahres ergänzen das Programm.  Alle Informationen – hier.