Die Victoriastadt, auch Kaskelkiez genannt, hat sich in den letzten Jahren rasant verändert und doch herrscht hier noch eine Unaufgeregtheit, ja fast dörfliche Ruhe, die ungeheuer anziehend und symphatisch ist. Eingeschlossen wird das Quartier zwischen Ostkreuz, Rummelsburg und Nöldnerplatz von drei Bahnlinien. Dadurch liegt man fernab der großen Verkehrsachsen und gut abgeschottet von den Partyquartieren der Nachbarschaft. Wem Friedrichshain zu trubelig und Prenzlauer Berg zu etabliert und teuer geworden ist, der kann hier gut heimisch werden. Viele junge Familien hat es schon hierher gezogen. Das macht sich auch im Angebot bemerkbar – die Victoriastadt ist ruhig, beschaulich und übersichtlich; nicht nur wegen ihrer Geographie.   

 

Das kleine Geschichtsbuch

Im Jahr 1871 kauften die Rummelsburger Woll- und Plüschwarenfabrikanten Anton und Albert Lehmann das Gelände und ließen das Gebiet gemeinsam mit dem Fabrikbesitzer Albert Protzen parzellieren, denn es mussten schnell und vor allem preisgünstig Wohnungen für die Arbeiter der in Rummelsburg und Friedrichsfelde entstehenden Fabriken gebaut  werden. Den Namen Victoriastadt wählten sie als Ausdruck ihrer engen Verbindung zum Vereinigten Königreich unter seiner Regentin Königin Victoria; singulär in der Berliner Baugeschichte, dass ein Stadtviertel nach einer ausländischen Monarchin benannt wurde.  

 

Die Cement Bau AG nutzte für den Bau des Viertels ein damals völlig neues Bauverfahren. Statt wie bisher aus  Backsteinen wurden die Häuser mit einem Gemisch aus Zement, Sand sowie Schlacken errichtet; es  entstand die erste mit Beton errichtete Wohnsiedlung der Welt. Von 1872 bis 1875 werden zwischen 50 und 70 Häuser gebaut; heute sind nachweislich nur noch sechs von ihnen erhalten: Türrschmidtstraße 17, Nöldnerstraße 19 sowie  Spittastraße 25, 28 und 40. So fortschrittlich die Bauweise so rückständig waren allerdings die sanitären Standards -  es gab keine Anschlüsse für Gas, Elektrizität oder Wasser. Diese wurden erst später sukzessive eingebaut.

 

In der Hirschberger Straße entstand 1922 bis 1927 das Hauptgebäude der Knorr-Bremse AG, die im benachbarten Rummelsburg ihre Fabrikgebäude hatte, nach Plänen des Architekten Alfred Grenander. Heute wird der Komplex von der Deutschen Rentenversicherung genutzt.

 

Im Zweiten Weltkrieg wurden nur wenige Häuser des Gebietes zerstört; ein Großteil der Wohnbebauung, oft mit Remisen und Werkstätten in den Hinterhöfen, blieb erhalten. Zu DDR-Zeiten war das Gebiet trotzdem ein Sanierungsfall; es wurde nicht renoviert und nicht modernisiert, die Bausubstanz verfiel zusehends. Entlassene Häftlinge aus dem Gefängnis Rummelsburg wurden zwangsangesiedelt sowie Sinti & Roma, denen im Osten Deutschlands die gleiche Geringschätzung wie im Westen entgegengebracht wurde. Im Gegensatz zu den Sorben waren sie in der DDR nie als Minderheit anerkannt. Nach der Wende wurden die ersten Häuser instandbesetzt, ein Glücksfall für das Viertel, da die Häuser so frühzeitig dem Bauspekulantentum der Nachwendezeit entzogen wurden. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich allerdings die Bevölkerung um fast 50% ausgetauscht. Die neuen Nazis, die nach der Wende einen zwar nicht großen aber lautstarken Teil der Bevölkerung ausmachten, aber auch die alten Menschen und die sozial schwächer gestellten sind schon lange weiter ostwärts gezogen.   

 

Um den  Charakter des Gebietes zu erhalten, erließ die Bezirksverwaltung Lichtenberg 2004 eine Erhaltungsverordnung Kaskelstraße/Victoriastadt, die detaillierte Vorgaben für zukünftige Umbaumaßnahmen enthält; ein weiterer absoluter Glücksfall für das Viertel.      

 

Kunst und Schienen

Vom Nöldnerplatz kommend erreicht man am ehemaligen Reichsbahn-Betriebswerk Lichtenberg-Ost die BLO-Ateliers; seit 2003 bieten die Ateliers Künstlern und Handwerkern Atelier- und Arbeitsplätze. Am Tag der Offenen Tür oder bei der Nacht der Bilder haben Kunstinteressierte die Möglichkeit die  Vielfalt des künstlerischen Schaffens hautnah zu erleben. Darüber hinaus gibt es regelmäßig Veranstaltungen, Jamsessions  und Workshops, die Besuchern offen stehen und den Dialog zwischen den Kunstschaffenden und den Besuchern fördern sollen. Im vorderen Bereich des Geländes befinden sich bis heute noch Werksräume der Deutschen Bahn AG – ein reizvoller zusätzlicher Kontrast. Falls man allerdings vergessen sollte, dass man sich hier tatsächlich in Lichtenberg befindet; ein Blick zum Horizont reicht, um sich wieder geographisch einzusortieren – die Plattenbauten südlich der Frankfurter Allee sind nie zu übersehen. 

 

Gleich hinter der Bahnunterquerung liegt das schöne Café Nadia + Kosta; obwohl erst seit knapp sechs Jahren offen  bereits eine Institution  im Kiez. Das gemütliche, leider etwas kleine Lokal bietet selbstgemachte Kuchen, Müsli, belegte Bagels und Focaccia und natürlich hervorragenden Kaffee.  Im Sommer sitzt man sehr schön auf dem Gehweg mit Blick zum Tuchollaplatz.

Tuchollaplatz

Der Tuchollaplatz ist der zentrale Platz des Viertels; ursprünglich Victoriaplatz genannt wurde er 1951 zu Ehren der  Widerstandskämpfer Felix und Käthe Tucholla umbenannt. Bewusst wurde der Platz für einen Wochenmarkt und nicht als Schmuckplatz angelegt, weshalb er nicht begrünt wurde und auch heute noch nicht ist. Seit 2014 findet freitags  wieder regelmäßig ein Wochenmarkt statt. An einer Ecke des Platzes ist ein Linienverzweiger erhalten, der einen  Einblick in die Anfänge der Telefonanlagen des zwanzigsten Jahrhunderts ermöglicht aber auch für Kunstinstallationen genutzt wird. Direkt am Platz befindet sich das Museum Lichtenberg im ehemaligen Rathaus von Boxhagen-Rummelsburg. Die Dauerausstellung widmet sich der über 700jährigen Geschichte des gesamten Bezirks Lichtenberg, Sonderausstellungen fokussieren sich auf unterschiedliche Themengebiete, die der Zusammenhang mit dem Bezirk eint.   

 

Gegenüber an der Stadthausstraße befindet sich, zur Erinnerung an die durch einen Neubau ersetzte denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke über die Stadthausstraße, ein Denkmal aus zwölf gusseisernen Brückenstützen der Bauart Hartungsche Säule.

 

Direkt am Platz befindet sich Heimatwein, ein Weinladen, der sich voll und ganz auf deutsche Weine konzentriert und mit einer guten Auswahl an Provenienzen punkten kann. Direkt daneben die Kneipe zum Alten Rathaus, eine Kiezkneipe wie aus dem Bilderbuch, in der sich die alten und neuen Bewohner durchaus mischen. Eine Tafel am Seiteneingang zur Türrschmidtstraße 17 gibt einen kurzen Überblick über die Entstehung der Betonhäuser. Direkt daneben in der Okazi Galerie wird moderne Kunst gezeigt – sehr professionell kuratiert.

 

Stadtplastik

An der Türrschmidt- Ecke Kernhoferstraße findet sich die Plastik „Ringstadien“ von Jenny Brockmann. Drei massive  Flachringe, die schräg hintereinander angeordnet sind sollen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft symbolisieren.

 

Gleich nebenan wohnte übrigens einst auch der Zille mit seiner Familie für ca. fünf Jahre. Am Park liegt auch die Jugend- und Begegnungsstätte Alte Schmiede; an die ehemalige Nutzung erinnert eine alte Schmiedemaschine vor dem Gebäude. Sehr engagiert wird hier der Kiez mitgestaltet und durch die zahlreichen Veranstaltungen ein Brückenschlag zwischen den Bewohnern ermöglicht.

Gründerzeitpracht  für die „Kleinen“ Leute

Die Pfarrstraße ist sicherlich die schönste Straße im Kiez. Wundervolle Gründerzeitbebauung säumt die Straße, einzig die in Berlin allgegenwärtigen Schmierereien und natürlich die Autos verhindern, dass man sich auf einer Zeitreise wähnt.

 

Der Buchladen Paul und Paula bietet eine kompetent zusammengestellte Auswahl und wird von einem engagierten Frauenkollektiv geleitet. Regelmäßige Lesungen, Ausstellungen oder musikalische Abende runden das Angebot ab und haben die Buchhandlung schnell als kulturellen Mittelpunkt im Kiez verankert.   

Für ein gutes Mittagessen empfiehlt sich das Lokal Frau Buschvitz direkt nebenan. Eine täglich wechselnde Karte bietet  jeweils ein Fleischgericht und eine vegetarische Option. Meist wird typisch deutsche Küche gekocht mit guten und frischen Zutaten; sehr überzeugend aber leider nur Montag – Freitag geöffnet.

 

Für einen guten Kaffee und sehr guten Kuchen wechselt man nur die Straßenseite und kehrt bei Canapé ein. Hier wird zwar nicht selbst gebacken, aber was eingekauft wird, ist hochwertig und nach bio Richtlinien zertifiziert. Das Ladenlokal ist liebevoll eingerichtet, fast ein bisschen voll und leider auch etwas zu klein. 

Hauptschlagader

Die Kaskelstraße ist die Hauptschlagader des Kiezes. Bei Pedalpower bekommt der umweltbewußte Großstädter in Berlin gefertigte Tandems und Lastenbikes. Direkt daneben die SchokoLadenEis Manufaktur und Hofbäckerei; im Winter werden Schokolade und Pralinen verkauft, im Sommer gibt es Eis. Das Brot, nicht immer erhältlich, wird selbstgebacken. Das Victoria Bistro sieht zwar von außen etwas gewöhnungsbedürftig aus, serviert aber solide asiatische Gerichte. Das Jas an der nächsten Ecke serviert deutsche und saisonale Spezialitäten, später am Abend darf geraucht werden.   

 

Nur einen kurzen Abstecher die Spittastraße hinein findet man in einer ehemaligen Fleischerei den Projektraum after the butcher – von Künstlern für Künstler betrieben. Die Kuratoren laden junge, weitgehend noch unbekannte Künstler ein für den Ausstellungsraum ein Projekt zu entwickeln, um ihnen hiermit eine Plattform zu geben, größere Bekanntheit zu erlangen. Geöffnet ist nur nach Vereinbarung.  

 

Weiter die Kaskelstraße hinunter erreicht man Madeleine und der Seemann – laut vielen Kunden der beste Videoverleih in Berlin. Man kann hier aber nicht nur Filme ausleihen, sondern auch Softeis essen, Musik hören,  seine Hermes-Pakete abgeben und abholen und Second Hand Mode kaufen. Und natürlich bekommt man alles, was zu einem guten Filmabend dazugehört wie Chips und Bier. Regelmäßig kann man Filme auch gemeinsam vor Ort anschauen.    

 

Das Wohnzimmer des Kiezes ist sicherlich das Jelänger Jelieber; klassische Holztische und Stühle, warme Farben und romantische Atmosphäre dazu frische saisonale und regionale Küche. Die Liste der Stammkunden und Freunde des Hauses ist lang. Die Betreiber zeichnen auch für das Frau Buschvitz und das Café im Schilf an der Hauffstraße verantwortlich. Jeden Sonntag werden Tatort oder Polizeiruf 110 gezeigt; wer da nicht rechtzeitig da ist, hat schlechte Karten.  

Kirche, Sowjets und Wahrzeichen

Durch die Stadthausstraße erreicht man den früheren Kietzer Landweg, der um 1900 in Prinz-Albert-Straße umbenannt wurde und seit 1947 nach dem antifaschistischen Widerstandskämpfer Erwin Nöldner benannt ist. 

 

Dominiert wird der vordere Teil von der Erlöserkirche. Erbaut nach Plänen der Architekten Conrad Wilhelm Hase und Max Spitta wurde die Kirche am 21. Oktober 1892 eingeweiht. Das damalige Kaiserpaar wohnte mehreren Gottesdiensten bei, wovon heute noch das prächtige Chorgestühl zeugt. Kaiserin Auguste-Viktoria war die Schirmherrin des Evangelisch-Kirchlichen-Hilfsvereins zur „Bekämpfung des religiös-sittlichen Notstands“, aus dem später der Evangelische Kirchenbauverein hervorging. Mit ihrem Engagement förderte die Kaiserin die Errichtung evangelischer Kirchenbauten in Berlin mit einem Fokus auf die neuen Arbeiterquartiere. Ganz so engagiert zeigte sich die Kaiserin allerdings nicht, wenn es um katholische Kirchenbauten ging; sie setzte durch, dass viele von ihnen nicht als freistehende Gebäude errichtet werden durften, sondern in die Häuserbebauung eingefügt werden mussten. Die katholische St.Elisabeth-Kirche in Schöneberg zeugt zum Beispiel davon. Wegen ihres starken Engagements für den evangelischen Kirchenbau wurde der Kaiserin vom Volksmund der Name „Kirchenjuste“ gegeben.  

 

Der Klinkerbau ist in der damals favorisierten Bauweise der Neugotik errichtet und von einem 60 Meter hohen Turm begrenzt. In den 1980er-Jahren war die Kirche eines der Zentren der DDR- Friedensbewegung, natürlich ständig von Polizei und Staatssicherheit  überwacht. Im März 1983 traten Die Toten Hosen gemeinsam mit anderen Bands ohne Genehmigung im Rahmen eines Friedenskonzertes in der Kirche auf; sie waren als Touristen getarnt in die DDR eingereist.

 

Rechter Hand der Erlöserkirche befindet sich ein Ehrenmal für die Sowjetarmee, auf der anderen Seite Bauten, die zum ehemaligen Auguste-Viktoria-Krankenhaus gehörten und heute unter Denkmalschutz stehen. Da medizinische Aspekte zur Erhaltung der Arbeitskraft immer wichtiger wurden, wurde 1924 sogar eine Abteilung für Arbeitsmedizin ins Leben gerufen. Zwischen 1934 und 1945 war die Knorr-Bremse AG Eigentümerin des Krankenhauses, in dem vorzugsweise Personen mit berufsbedingten Krankheiten behandelt wurden. Heute befindet sich hier die Berliner Außenstelle der in Dortmund ansässigen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.  

 

 

Der 1908 errichtete Schrotkugelturm der ehemaligen Bleischmelze Juhl & Söhne diente bis in die 40er Jahre der Produktion von nahtlosen Schrotkugeln. Er zählt mit seinen 38 Metern Höhe bis heute zu den Wahrzeichen der Victoriastadt. Die Fassadengliederung ist an oberitalienische Geschlechtertürme angelehnt und der Turm wurde als Anbau an Wohn- und Kontorgebäude realisiert. Im Rahmen der Langen Nacht der Museen und an den Tagen des Offenen Denkmals im September ist der Turm im Rahmen einer Führung zu besichtigen.

 

Der Victoriakiez ist klein aber fein. Eine Kleinstadt in der Großstadt – man kennt sich, hilft sich und unterstützt sich. Durch die eingeschlossene Lage hat er sich etwas ganz besonderes erhalten, was hoffentlich noch lange bewahrt werden kann. Noch kann man hier ruhig leben.

 

 

 

S-Bahn Nöldnerplatz - Rummelsburg

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Kommentare: 1
  • #1

    rufus katzer (Montag, 12 Juni 2017 08:15)

    Jugenderinnerungen, Parties in Vormauer-Zeiten, das trotz Stasizentrale nicht auszulöschende Flair von LIchtenberg, alles etwas unwirklich und dennoch sehr REAL von Charlotte liebevoll aquarelliert.

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