Französische Küche in Berlin

Es wird ja oft vergessen, daß Berlin eine lange kulturelle Traditionslinie zu  Frankreich hat. Durch das Edikt von Potsdam 1685 gewährte der Große Kurfürst hugenottischen réfugiés – protestantischen Glaubensflüchtlingen – Schutz und Zuflucht in seinem Reich. Insgesamt kamen im Laufe der Jahre ca. 20.000 Hugenotten nach Preußen; es wird geschätzt, daß Anfang des 18. Jahrhunderts etwa jeder fünfte Berliner hugenottischen Ursprungs war. Und natürlich veränderten die neuen Bewohner auch kulinarisch den preußischen Speiseplan: klassische Berliner Gerichte wie Frikassee, Rouladen und sogar die Bulette, gehen alle auf französische Einflüsse zurück.

 

Und natürlich hinterließen die französischen Alliierten zu Zeiten der Teilung ebenfalls ihren Einfluss in der Stadt in der Cité Foch und der Cité Joffre und den Wohngebieten in Waidmannslust und Wittenau. Als die Franzosen nach der Wiedervereinigung abzogen, geriet das savoir vivre für einige Zeit etwas in Vergessenheit.   

 

Heute nennt Berlin eine Galeries Lafayette mit einer großartigen Lebensmittelabteilung sein Eigen. Und eine große Auswahl unterschiedlicher Lokale, von Restaurants mit französischer Landküche, über die klassischen Bistro Lyonnais bis hin zu sogenannten Gourmet Tempeln. Zwei von ihnen inzwischen auch mit einem Stern vom Guide Michelin ausgezeichnet. Es gibt viel zu entdecken!     

 

News

Historische Führung: Vom Krematorium zum Kulturquartier Silent Green – 05. und 25. Mai 2018

Das ehemalige Krematorium Berlin-Wedding gehört zu den denkmalgeschützten Gebäuden in Berlin und spiegelt die Stadtgeschichte auf einzigartige Weise wider. Zwischen 1909 und 1910 als erstes Krematorium der Stadt erbaut, zeugt das Gebäude seit über einem Jahrhundert vom Wandel der Bestattungskultur in Deutschland. Inzwischen ist es Heimat des Silent Green Kulturquartiers. Mehr Info zu den Führungen – hier.

Festival Black International Cinema – 11.-13.Mai 2018

Gezeigt werden Filme aus Afrika, der afrikanischen Diaspora und Beiträge mit interkultureller und internationaler Thematik. In diesem Jahr kommen die Filme aus Sierra Leone, den USA, Senegal, Deutschland, Madagaskar, Belgien und der Schweiz. Mehr Infos – hier. 

1988: 13.April – 03.Juni 2018 FHXB Museum

Das Jahr 1988 wird heute als Prolog zur Wende verstanden. Der Fokus der Ausstellung liegt auf Ereignissen in Berlin und in Polen, zwischen den Streiks der Solidarność und den Auseinandersetzungen  der linksalternativen Szene mit dem Berliner Senat. Mehr Infos – hier.

Die Nächte des Ramadan – Ramadan 2018 ist von 15.Mai-14.Juni 

Der Ramadan – die Zeit des Fastens und nächtlichen Feierns – liefert in zahlreichen Städten der Welt den Anlass für kulturelle Veranstaltungen nach dem allabendlichen Fastenbrechen. Neben den „Ramadan Nights“ in London und Tokio und „Les belles nuits du Ramadan“ in Paris sind auch in Berlin Die Nächte des Ramadan inzwischen fest im Kulturkalender verankert. Mehr Infos – hier

Die 1. Generation: Bildhauerinnen der Berliner Moderne  - 18.02-17.06.2018 Georg Kolbe Museum  

Mit Sophie Wolff, Käthe Kollwitz, Milly Steger, Marg Moll, Tina Haim-Wentscher, Renée Sintenis, Christa Winsloe, Emy Roeder, Jenny Mucchi-Wiegmann und Louise Stomps formierte sich Anfang des 20. Jahrhunderts eine erste Generation von freischaffenden Bildhauerinnen in Deutschland, die von ihrer Kunst leben konnten und auch Anerkennung bei Kunstkritik und Publikum fanden. Mehr Infos – hier.

Die Schönheit der Großen Stadt – ab 23.02.18 Museum Ephraim Palais

Ob „Spree-Athen“ oder urbane Metropole – es geht um die äußere Erscheinung der Stadt Berlin und die dahinter verborgene Schönheit, für die Malerei die Augen öffnen kann. 120 Berliner Bilder zeigen, wie Künstler von Gaertner bis Fetting „Die Schönheit der großen Stadt“ gesehen haben. Infos – hier

Welcome to Jerusalem – 11.12.2017-30.04.2018 Jüdisches Museum

Aktueller kann eine Ausstellung kaum sein. Welcome to Jerusalem befasst sich mit der geschichtlichen Relevanz Jerusalems und ihrer Wahrnehmung der Stadt durch Einwohner und Touristen. Denn Jerusalem ist ja nicht nur für verschiedenste Glaubensrichtungen ein spirituelles Zentrum, sondern hat als Hauptstadt Israels auch eine wichtige politische Bedeutung. Infos hier.