Französische Küche in Berlin

Es wird ja oft vergessen, daß Berlin eine lange kulturelle Traditionslinie zu  Frankreich hat. Durch das Edikt von Potsdam 1685 gewährte der Große Kurfürst hugenottischen réfugiés – protestantischen Glaubensflüchtlingen – Schutz und Zuflucht in seinem Reich. Insgesamt kamen im Laufe der Jahre ca. 20.000 Hugenotten nach Preußen; es wird geschätzt, daß Anfang des 18. Jahrhunderts etwa jeder fünfte Berliner hugenottischen Ursprungs war. Und natürlich veränderten die neuen Bewohner auch kulinarisch den preußischen Speiseplan: klassische Berliner Gerichte wie Frikassee, Rouladen und sogar die Bulette, gehen alle auf französische Einflüsse zurück.

 

Und natürlich hinterließen die französischen Alliierten zu Zeiten der Teilung ebenfalls ihren Einfluss in der Stadt in der Cité Foch und der Cité Joffre und den Wohngebieten in Waidmannslust und Wittenau. Als die Franzosen nach der Wiedervereinigung abzogen, geriet das savoir vivre für einige Zeit etwas in Vergessenheit.   

 

Heute nennt Berlin eine Galeries Lafayette mit einer großartigen Lebensmittelabteilung sein Eigen. Und eine große Auswahl unterschiedlicher Lokale, von Restaurants mit französischer Landküche, über die klassischen Bistro Lyonnais bis hin zu sogenannten Gourmet Tempeln. Zwei von ihnen inzwischen auch mit einem Stern vom Guide Michelin ausgezeichnet. Es gibt viel zu entdecken!     

 

News

Stasi in Berlin – noch bis 31.Dezember 2020

Die Sonderausstellung „Stasi in Berlin“ der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zeigt die Dimensionen der staatlichen Repression durch den Staatssicherheitsdienst der DDR sowohl in der Hauptstadt der DDR als auch in West-Berlin. Auf einem begehbaren, 160 qm großen Luftbild erkunden die Besucher mit Hilfe von Tablets zahlreiche Dienstobjekte und tausende konspirative Wohnungen. Fotos, Videos und Schriftstücke verdeutlichen das Ausmaß der Überwachung. Alle Infos – hier.

 

Fast Fashion – 27.September 2019 – 02. August 2020

Die Ausstellung „Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode “ wirft einen kritischen Blick auf die Folgen des Modekonsums für Produzenten und Umwelt und regt die Besucher an, sich engagiert mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen. Alle Infos – hier