KGB Kunstwoche 08. - 17. September 2017

Parallel zur Berlin Art Week führen die Kommunalen Galerien Berlin vom 08. - 17. September 2017 bereits zum vierten Mal die KGB Kunstwoche in ihren 28 Galerien in den 12 Bezirken durch. Mit Arbeiten von über 400 Künstlern zeigen die KGB in Ausstellungen, Performances, Lesungen und Filmvorträgen nicht nur die künstlerische Vielfalt der Hauptstadt auf, sondern laden vielmehr das Publikum in dieser Woche dazu ein, aktiv zu partizipieren und Orte kennenzulernen, die für in Berlin lebende und arbeitende Kreative oft Sprungbrett in die internationale Kunstszene sind.

 

Höhepunkte der Kunstwoche sind neben den Artist Walks die drei moderierten Bustouren quer durch die Bezirke, an denen auch Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, teilnehmen wird. Ein sehr detaillierter und spezifischer Einblick in die Arbeit einzelner KGBs und ihre jeweiligen Programmschwerpunkte. Zudem findet der Themenabend „Kultur in nervösen Zeiten. Zum Umgang mit Rechtspopulismus im Kontext von Kunst und Kultur“ am 13. September 2017 um 19 Uhr in der alten feuerwache statt. Bei der inzwischen legendären Konzert-Nacht KGB-Sounds am Freitag, den 15. September 2017 im Heimathafen Neukölln. Präsentiert werden vier Künstlerbands, die die Woche voller visueller Eindrücke musikalische ausklingen lassen. 

 

Das detaillierte Programm der KGB-Kunstwoche sowie der einzelnen kommunalen Galerien finden Sie unter www.kgberlin.net

Kommunale Galerien Berlin

Es gibt 28 Kommunale Galerien in Berlin mit insgesamt 3.500 m2 Ausstellungsfläche, verteilt über die 12 Bezirke; in einigen Bezirken gibt es mehrere Standorte, in anderen nur einen. Ihren Auftrag sehen die KGB darin, aktive Teilhabe, offene Kommunikation und freie Meinungsbildung für alle gesellschaftlichen Gruppen zu ermöglichen, die kulturelle Diversität der Stadt abzubilden und als Orte der kulturellen Bildung und Kunstvermittlung für Menschen unterschiedlicher Herkunft, verschiedener kultureller Hintergründe und aller Generationen zu dienen.

 

Darüber hinaus sind sie als Kunstorte für freie Künstlerinnen und Künstler überlebenswichtig, da sie oft die ersten Orte der öffentlichen Präsentation und Professionalisierung in Berlin lebender und arbeitender Künstler und Künstlerinnen sind. Mit den seit 2014 jährlich stattfindenden Kunstwochen positionieren sie sich, parallel zur Berlin Art Week, als Orte für Präsentation und Diskurs und als Verbindungsglied zwischen dem institutionellen Kulturbetrieb und der freien Szene. Das Programm umfasst eine Veranstaltungsreihe zur gemeinsamen Geschichte der Häuser der KGB, Bustouren in die verschiedenen Bezirke, Artist Walks sowie Begleitprogramme zu den laufenden Ausstellungen.   

 

Eine komplette Übersicht über alle Kommunalen Galerien finden Sie hier : http://kgberlin.net/

 

Nachfolgend sind einige ausgewählte Ausstellungsorte detaillierter vorgestellt:

 

Kommunale Galerien in Friedrichshain-Kreuzberg

 

Die GALERIE IM TURM wurde 1965 als Ausstellungsort des VBKD (Verband Bildender Künstler der DDR) gegründet, und befindet sich seit 50 Jahren im Erdgeschoss des vom Architekten Henselmann entworfenen Nordturms am Frankfurter Tor. Heute zeigt sie als kommunale Galerie des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg zeitgenössische Kunst, mit Schwerpunkt auf Einzelausstellungen in Berlin lebender Künstler. Verbinden Sie den Besuch der Galerie mit der Erkundung der DDR Bauten in der Karl-Marx-Allee und Frankfurter Allee.

 

Frankfurter Tor 1 – Friedrichshain / 030 422 9426 / Di-So 11.00-19.00 /www.kulturamt-friedrichshain-kreuzberg.de/galerie-im-turm/index.php / U5 Frankfurter Tor – Tram 21 & M10 Frankfurter Tor

 

Kommunale Galerien in Lichtenberg

 

Sicherlich eine der KGB in den schönsten Räumlichkeiten – das Mies van der Rohe Haus. Erbaut wurde es 1932-1933 für den Druckereibesitzer Karl Lemke. Allein der Besuch des Hauses und des parkähnlichen Gartens, gelegen am Obersee, ist einen Besuch wert. Darüber hinaus kommt man natürlich für die Kunst: es gibt regelmäßig Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst, die Zusammenhänge zur Architektur des Gebäudes der klassischen Moderne aufweisen. Zu DDR Zeiten war dieser Teil von Hohenschönhausen auf Ost Berlin Karten nicht eingezeichnet; hier lebten viele hochrangige Mitarbeiter der Staatssicherheit. Bis zu seinem Tod lebte zum Beispiel der Fahrer Erich Honeckers in unmittelbarer Nachbarschaft des Muesumsgebäudes.

 

Oberseestraße 60 – Hohenschönhausen / 030  970 006 18 / Di- So 11:00-17:00 / www.miesvanderrohehaus.de / Tram M5 Oberseestrasse - Tram 27 Stadion Buschallee/Suermondtstraße

 

Kommunale Galerien in Marzahn – Hellersdorf

 

Viele Künstler sind in den letzten Jahren nach Marzahn gezogen; dem Boom, den Berlin erlebt sind sie zuerst zum Opfer gefallen, weil sie sich die Mieten in den neuen, angesagten Vierteln nicht mehr leisten können. Auch einige der Künstler des Tacheles in Mitte sind nach Marzahn gezogen auf das Gelände der Alten Börse.

 

Mit der Galerie M gibt es nur eine kommunale Galerie im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Sie zeigt und fördert Projekte zeitgenössischer  Künstler, die in ihrer Arbeit den städtischen Raum in all seinen Aspekten thematisieren. In den Ausstellungen und Projekten spielt die Spezifik des Bezirks eine große Rolle, sie sind immer ein für den und mit dem konkreten Ort entwickeltes Unikat. Die meisten Installationen sind im öffentlichen Raum zu finden, in der Galerie M erfährt man mehr zu den einzelnen Objekten und natürlich auch deren Standorte.

 

Marzahner Promenade 46 – Marzahn / 030  545 0294  / So-Fr 10:00-18:00 / http://kunstpromenade-marzahn.de/projekte/  S Bahn Marzahn – Tram 16 & M6 Freizeitforum Marzahn     

  

Kommunale Galerien in Neukölln

 

Wenn Sie den Körnerpark besuchen, lohnt sich auch ein Besuch in der Galerie im Körnerpark. Seit 1983 werden in der ehemaligen Orangerie nationale und internationale Künstler ausgestellt, wobei ein Programmschwerpunkt auf der künstlerischen Weltsicht von Frauen liegt, die allgemein menschliche Fragen mit den Mitteln der Kunst reflektieren.

 

Regelmäßig werden vom Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln Anwohnern Bildhauerkurse angeboten. Einige der Objekte findet man auf der Verlängerung der Thomasstrasse westlich der Herrmannstrasse auf dem Weg zum Tempelhofer Feld, ausgestellt.        

 

Schierker Strasse 8 – Neukölln / 030  568 239 39 / Di-So 10:00-20:00 / www.kultur-neukoelln.de/galerie-im-koernerpark-programm.php / Ringbahn Neukölln – U7 Neukölln - U8 Leinestrasse

 

Kommunlae Galerien in Pankow

 

Eine der ältesten kommunalen Galerien Berlins ist die Galerie Pankow, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts existiert. In den gezeigten Ausstellungen und mit ihren Veranstaltungen setzt sie sich mit aktuellen Tendenzen zeitgenössischer Kunst auseinander. Dabei wird die ganze Bandbreite der modernen Kunst dargeboten durch Medien, Videoinstallationen, Malerei, Zeichnungen und Fotografie.    

 

Breite Straße 8 – Pankow  / 030 4753 7925 / Di-Fr 12:00-20:00 & Sa-So 14:00-20:00 / http://galerie-pankow.de / S-Bahn Pankow – U2 Pankow - Tram 50 & M1 Pankow Kirche   

 

Kommunale Galerien in Schöneberg

 

1880 wurde das heutige HAUS am KLEISTPARK als Königlich Botanisches Museum fertiggestellt und beherbergte Hörsäle, eine Bibliothek sowie ein Herbarium. Im Krieg schwer beschädigt, noch heute fehlt der Nord-Ostflügel, wurde das Gebäude unter anderem als Musikschule genutzt, bevor es 1967 dem Kunstamt Schöneberg zur Verfügung gestellt wurde.

 

Im Unterschied zu den meisten KGB wird im Haus am Kleistpark nicht nur Berliner Künstlern eine Plattform geboten, sondern auch internationale Künstler werden zu Ausstellungen eingeladen. Einer der  Schwerpunkte liegt auf künstlerischer Fotografie, jährlich wird ein Arbeitsstipendium des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg ausgelobt.

 

Grunewaldstrasse 6 – 7 – Schöneberg / 030 90 277 6964 / Di- So 11:00 – 18:00 / www.hausamkleistpark.de / U7 Kleistpark – Bus M48 & M85 Kleistpark

 

Kommunale Galerien in Treptow-Köpenick

 

Ein weiterer Bezirk in den immer mehr Künstler ziehen; Adlershof und Oberschöneweide bieten mit ihren alten, ungenutzten Industriekomplexen noch jene grosszügigen Ateliers, die  die Künstler benötigen. In der Kommunalen Galerie Alte Schule werden regelmäßig Ausstellungen regional und überregional relevanter Künstler gezeigt.

 

Alle Formen der bildenden Kunst wie Grafik, Zeichnung, Malerei, Plastik und Fotografie, Film-& Videoarbeiten und Klang- und Raum-Installationen werden in den Schauen ausgestellt. Neben herausragenden Künstlern des Bezirkes und der Stadt Berlin werden regelmäßig auch internationale Projekte vorgestellt, die Einblicke in aktuelle Tendenzen und Entwicklungen der Kunstszene gewähren.

 

Dörpfeldstraße 56 – Adlershof / 030 902 975 717 / Di-Do 12:00-19:00 – Fr 12:00-17:00 Sa 15:00-19:00 / http://galerie-alte-schule-adlershof.de/ S Bahn Adlershof – Tram 61 & 63 Adlershof Marktplatz     

 

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Die Berlin Biennale ist das Forum für zeitgenössische Kunst in Berlin. Sie findet alle zwei Jahre an variierenden Orten in Berlin statt und wird von unterschiedlichen Konzepten bekannter Kuratoren geprägt. Die Veranstaltungen im Rahmen des öffentlichen Programms «I’m Not Who You Think I’m Not» finden an vielen verschiedenen Orten in Berlin statt. Am 8. Juni 2018 wird die Berlin Biennale um 19 Uhr zeitgleich an allen Ausstellungsorten eröffnet. Alle  Orte sind an diesem Abend bis 22 Uhr zugänglich und der Eintritt ist kostenlos. Mehr Infos – hier.  

 

Die Schönheit der Großen Stadt – ab 23.02.18 Museum Ephraim Palais

Ob „Spree-Athen“ oder urbane Metropole – es geht um die äußere Erscheinung der Stadt Berlin und die dahinter verborgene Schönheit, für die Malerei die Augen öffnen kann. 120 Berliner Bilder zeigen, wie Künstler von Gaertner bis Fetting „Die Schönheit der großen Stadt“ gesehen haben. Infos – hier