War asiatisches Essen lange Zeit die angesagteste Küchenrichtung in Berlin so entwickelt sich momentan fast ein Hype um das  Essen des Nahen Ostens. Shakshuka ist schon beinahe ein Muss auf einer Brunch Karte und wer glaubte türkisches Essen bestehe nur aus Börek, Köfte und Falafel, der kann, wenn er wollte in ausgewählten Lokalen schon länger, inzwischen vielerorts feststellen, wie vielfältig die Küche der lange größten Einwanderergruppe Berlins ist.

 

Seit den späten 70er Jahren machten sich auch immer mehr persische und libanesische Einflüsse bemerkbar:  lange war die Qualität eher auf Imbiss Niveau, wenige Leuchttürme ausgenommen.  

 

High End Restaurants wie Glass, Neni oder Honca stehen heute für eine türkisch - arabisch- israelisch-mediterrane Crossover Küche während das El-Reda in Moabit gute und günstige Kubideh, Djujeh und andere persische und libanesische Spezialitäten anbietet, für die die Berliner mit persischen, libanesischen oder kurdischen Wurzeln gerne quer durch die Stadt fahren. 

 

Und dann gibt es natürlich noch die Sonnenallee in Neukölln; die arabischste Straße der Stadt. Von Homs nach Berlin geflohen, hat die Familie Al-Sakka 2016 in der Sonnenallee die Konditorei Damaskus eröffnet. Köstliche Halawa, Baklava und Madluka gibt es hier – insgesamt rund 25 Sorten unterschiedlicher Süßigkeiten werden jeden Tag frisch zubereitet und angeboten. Und auch bei den Imbissen hat sich viel getan. Ganz besonders erfreulich ist, an wie vielen Orten man inzwischen köstlichen Hummus bekommt und man die Möglichkeit hat zu testen wie unterschiedlich ein libanesischer zu einem israelischen Hummus schmecken kann. Gibt es den besten nur bei Azzam oder Akroum in Neukölln oder bei Kanaan im Prenzlauer Berg – testen Sie selbst. Das Kanaan punktet darüber hinaus aber noch mit seiner Geschichte - ein israelischer und palästinensischer  Betreiber, die Köche aus Marokko und Syrien. Frieden geschaffen im Kleinen.     

 

News

Berlin in der Revolution 1918/19 – 09.November 2018-03.März 2019

Die Aufnahmen der Pressefotografen, insbesondere der Gebrüder Haeckel und von Willy Römer, erzählen fotografisch von der Revolution 1918/19. Ihre Aufnahmen sind auch als historische Quellen zu lesen, die etwa erkennen lassen, dass nicht nur Arbeiter und Soldaten Akteure der Revolution waren. Zugleich wird auf den Film wie auf die Unterhaltungskultur im Winter 1918/19 eingegangen, um ein authentischeres Bild von den Revolutionsmonaten und der bestehenden Parallelwelt zu vermitteln. Denn die teils kriegerische Gewalt gehörte ebenso dazu, wie die Lust an den Vergnügungen. Alle Infos – hier

Berlin 18/19 – 23.November 2018 – 19.Mai 2019

Die Sonderausstellung im Märkischen Museum widmet sich den Geschehnissen der Novemberrevolution in Berlin und ihren bis heute sichtbaren Nachwirkungen. Was passierte nach dem 9. November 1918 an der Spree? Wie sah der Revolutionsalltag der Berlinerinnen und Berliner aus? Welche Vorgeschichte hatte der Januaraufstand von 1919, und warum wurden im März desselben Jahres ganze Stadtviertel zum Bürgerkriegsgebiet? Die Sonderausstellung zeigt das großstädtische Leben in der Revolutionsphase und beleuchtet die Hintergründe der Gewalteskalation. Alle Infos - hier