Plätze in Berlin

Zunächst einmal ist ein Platz im Grunde  ja nur eine freie Fläche mit Randbebauung, aber Plätze sind doch so viel mehr. Sie sind Treffpunkte eines Viertels und oft immer noch der Ort, an dem ein Wochenmarkt stattfindet, sich das Rathaus befindet und auch in einer so säkularisierten Stadt wie Berlin immer noch viele Kirchen stehen. Und oft sind Plätze diejenigen Orte, an denen man trotz aller Zeitläufte noch immer die Historie eines Viertels nachvollziehen kann.

 

Am Rand geben die Geschäfte, Cafés und Restaurants dem Platz seine spezielle, individuelle Note. Plätze sind wie Blicke in den freien Himmel in der Stadt, geben Luft und den Straßenachsen Perspektive. Sie laden zum Verweilen ein und dazu, den Schritt zu verlangsamen, zu entschleunigen.

 

Leider wurden viele Plätze nach dem Krieg verunstaltet, geschrumpft und dem Ausbau der Straßen geopfert. Aber zum Glück finden sich immer häufiger Nachbarschaftsinitiativen zusammen, die den Plätzen ihre Identität zurückgeben wollen und wieder zu dem machen wollen, was sie ursprünglich einmal waren: Orte des Zusammenkommens, des Miteinander Redens und Austauschens, Orte der Kommunikation. 

 

Die hier folgende Übersicht kann natürlich nur eine Auswahl sein; es gibt über 200 Plätze in Berlin und nicht jeder ist gleich schön oder historisch interessant. Berühmte Plätze wie den Gendarmenmarkt oder den Potsdamer Platz habe ich bewusst weggelassen; sie spielen im Alltagsleben vieler  Berliner kaum eine Rolle und werden auch bereits in allen üblichen Reiseführern entsprechend gewürdigt. Meine Auswahl fokussiert sich auf Plätze, die meine persönlichen Lieblinge sind.           

 

News

Historische Führung: Vom Krematorium zum Kulturquartier Silent Green – 05. und 25. Mai 2018

Das ehemalige Krematorium Berlin-Wedding gehört zu den denkmalgeschützten Gebäuden in Berlin und spiegelt die Stadtgeschichte auf einzigartige Weise wider. Zwischen 1909 und 1910 als erstes Krematorium der Stadt erbaut, zeugt das Gebäude seit über einem Jahrhundert vom Wandel der Bestattungskultur in Deutschland. Inzwischen ist es Heimat des Silent Green Kulturquartiers. Mehr Info zu den Führungen – hier.

Festival Black International Cinema – 11.-13.Mai 2018

Gezeigt werden Filme aus Afrika, der afrikanischen Diaspora und Beiträge mit interkultureller und internationaler Thematik. In diesem Jahr kommen die Filme aus Sierra Leone, den USA, Senegal, Deutschland, Madagaskar, Belgien und der Schweiz. Mehr Infos – hier. 

1988: 13.April – 03.Juni 2018 FHXB Museum

Das Jahr 1988 wird heute als Prolog zur Wende verstanden. Der Fokus der Ausstellung liegt auf Ereignissen in Berlin und in Polen, zwischen den Streiks der Solidarność und den Auseinandersetzungen  der linksalternativen Szene mit dem Berliner Senat. Mehr Infos – hier.

Die Nächte des Ramadan – Ramadan 2018 ist von 15.Mai-14.Juni 

Der Ramadan – die Zeit des Fastens und nächtlichen Feierns – liefert in zahlreichen Städten der Welt den Anlass für kulturelle Veranstaltungen nach dem allabendlichen Fastenbrechen. Neben den „Ramadan Nights“ in London und Tokio und „Les belles nuits du Ramadan“ in Paris sind auch in Berlin Die Nächte des Ramadan inzwischen fest im Kulturkalender verankert. Mehr Infos – hier

Die 1. Generation: Bildhauerinnen der Berliner Moderne  - 18.02-17.06.2018 Georg Kolbe Museum  

Mit Sophie Wolff, Käthe Kollwitz, Milly Steger, Marg Moll, Tina Haim-Wentscher, Renée Sintenis, Christa Winsloe, Emy Roeder, Jenny Mucchi-Wiegmann und Louise Stomps formierte sich Anfang des 20. Jahrhunderts eine erste Generation von freischaffenden Bildhauerinnen in Deutschland, die von ihrer Kunst leben konnten und auch Anerkennung bei Kunstkritik und Publikum fanden. Mehr Infos – hier.

Die Schönheit der Großen Stadt – ab 23.02.18 Museum Ephraim Palais

Ob „Spree-Athen“ oder urbane Metropole – es geht um die äußere Erscheinung der Stadt Berlin und die dahinter verborgene Schönheit, für die Malerei die Augen öffnen kann. 120 Berliner Bilder zeigen, wie Künstler von Gaertner bis Fetting „Die Schönheit der großen Stadt“ gesehen haben. Infos – hier

Welcome to Jerusalem – 11.12.2017-30.04.2018 Jüdisches Museum

Aktueller kann eine Ausstellung kaum sein. Welcome to Jerusalem befasst sich mit der geschichtlichen Relevanz Jerusalems und ihrer Wahrnehmung der Stadt durch Einwohner und Touristen. Denn Jerusalem ist ja nicht nur für verschiedenste Glaubensrichtungen ein spirituelles Zentrum, sondern hat als Hauptstadt Israels auch eine wichtige politische Bedeutung. Infos hier.