Körnerpark

Für mich die schönste Gartenanlage Berlins. Und es ist jedes Mal wieder unglaublich erstaunlich, wie gepflegt der Park ist – das Bezirksamt Neukölln muss sich das einiges kosten lassen. So aufgeräumt und unvermüllt ist es in Neukölln leider nicht überall.

 

Nur 2,4 ha groß könnte man den Körnerpark noch fast zu den Plätzen zählen, wenn nicht alles an der Anlage "Schlosspark" schreien würde – es gibt Wasserspiele, eine Orangerie und unterschiedliche Gartenräume, die zum Flanieren einladen.

 

Angelegt wurde der Park im neobarocken Stil zwischen 1912 und 1916 auf einer ehemaligen Kiesgrube, die deren Besitzer, Franz Körner, der Stadt Rixdorf überlassen hatte. Körner war ein typischer Unternehmer seiner Zeit, kraftvoll, skrupellos, kolonialistisch-rassistisch, kaisertreu  aber gleichzeitig archäologisch interessiert, ein Philantroph und Wohltäter. Sein Ziel war es natürlich auch, durch die Anlage des Parkes das umliegende Viertel aufzuwerten. Aber das gelang nur bedingt, der Körnerkiez entwickelte sich mehr und mehr zum sozialen Brennpunkt. In den Krisenzeiten der Weimarer Republik war der Park ein Progaganda-Treffpunkt der „Freunde der Sowjetunion„ und verfiel nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges völlig, da er in der Einflugschneise des Flughafens Tempelhof lag. In den späten 70er Jahren wurde der Park auf Grundlage der alten Pläne wieder angelegt und steht seit 2004 unter Denkmalschutz.

 

Heute befindet sich in der Orangerie die Galerie im Körnerpark und das Zitronencafé; im Sommer gibt es sonntags ab 18:00 Uhr die sehr beliebten umsonst und draußen Konzerte der Reihe „ Sommer im Körnerpark“. Auf den Wiesen sitzen die Anwohner, obwohl das eigentlich verboten ist; aber die, die es tun und die, die es überwachen sollten, scheinen sich nicht daran zu stören. Die Schönheit des Ortes strahlt auf die Besucher ab –irgendwie verhalten sich alle einen Tick zivilisierter. 

 

Der Körnerpark ist eine großartige Idylle, und der Ort hat einen ganz einzigartigen Zauber inne - lassen Sie sich gefangen nehmen!  

 

Schierker Strasse 8 - Neukölln / Ringbahn Neukölln – U7 Neukölln - U8 Leinestrasse

 

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