2002 gegründet ist der Schinkel Pavillon eine Platform für zeitgenössische Skulptur und Installationen. Jede Ausstellung setzt sich in Bezug zu dem Ort an dem sie sich darstellt – das Gebäude des Schinkel Pavillons. Im Garten des Kronprinzenpalais gelegen knüpft der Ausstellungsort an die Tradition des Palastes an, der von 1919 bis 1933 die Neue Abteilung der Nationalgalerie mit Kunst des 20. Jahrhunderts beheimatete.

 

Das Gebäude wurde 1969 von Richard Paulick zu Repräsentationszwecken für Staatsgäste Ost Berlins entworfen. Noch heute ziert ein Portal der Schinkelschen Bauakademie, welches den Zweiten Weltkrieg überlebt hat, einen nicht mehr genutzten Eingang des Pavillons. Ansosnten ist die DDR Ästhetik omnipräsent, was einen reizvollen Kontrast zur gezeigten Kunst ergibt.       

 

Nach der Wende stand der Pavillon fast 20 Jahre leer, bis ihn die Fotografin Nina Pohl entdeckte. Gemeinsam mit Stephan Landwehr, Grill Royal & Pauly Saal Macher, gründete sie und betrieb sie das Projekt, führt es aber inzwischen alleine. Pohls Credo ist, dass die Ausstellungen lebendiger und rockiger als anderswo sein sollen. Und das gelingt eigentlich auch immer.          

 

Ein Geheimtipp ist der Schinkel Pavillon definitiv nicht mehr, zu Ausstellungserföffnungen kommen schon mal 2000 Leute aber die Spagat zwischen Schauen arrivierter Künstler und Newcomern ist interessant und die Projekte stimmig. Eigentlich immer sehenswert.        

 

Oberwallstrasse 1 – Mitte / 030 2088 6444 / Do-So 12:00-18:00 / www.schinkelpavillon.de / Bus100/200/TXL Staatsoper – Bus 147 Werderscher Markt

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