querstadtein

querstadtein lädt zu einem neuen Blick auf die eigene Stadt ein. Momentan sind Führungen mit zwei thematischen Schwerpunkten im Programm: Obdachlose zeigen ihr Berlin und Geflüchtete zeigen ihr Berlin. Darüber hinaus hat sich in Dresden ein zweiter Standort etabliert, an dem ebenfalls Geflüchtete ihre neue Heimat zeigen. 

 

Bei den Führungen wie "Obdachlos auf schicken Strassen" einem Rundgang durch Charlottenburg oder "Zwei Flaschen sind ein Brötchen" durch Stadtmitte erfährt man wie Obdachlose ihren Alltag meistern. Die Touren werden von "Betroffenen" - ehemaligen Obdachlosen - geleitet und bieten einen einmaligen Einblick in das Leben an, das so selbstverständlich parallel neben unserem, dem sogenannten "normalen" Leben, stattfindet. Denn es ist ja tatsächlich so, dass einem die Obdachlosigkeit oft nicht auffällt oder auffallen will, wenn sie sich nicht in massierten (Männer)Gruppen zeigt.

 

Viele Details vom Leben auf der Strasse wie zum Beispiel wem der Abfall in den Mülltonnen der BSR eigentlich gehört oder, wie mehr oder weniger subtil versucht wird, Obdachlose aus dem öffentlichen Raum zu vertreiben, lassen einen etwas nachdenklich zurück. Aber auch lustige Anekdoten kommen vor, beispielsweise wie und wo im Stadtraum im Sommer die Wäsche getrocknet werden kann. Ich will hier nicht zu viel verraten – Sie sollen die Touren ja machen! 

 

Die Neu-Berliner und Neu-Dresdner, die aus Syrien, Afghanistan und dem Irak geflüchtet sind, teilen ihre Perspektiven auf ihre neuen Heimatstädte. Und auch das ist ungeheuer interessant, oft belustigend und immer lehrreich. Neu im Programm ist auch eine Tour, die in das  Regierungsviertel führt und der Frage nachgeht, wie globale Machtstrukturen individuelle Migrationsgeschichten entstehen lassen und beeinflussen. Die steht im Januar definitiv auf meinem Programm.  

 

Immer sonntags gibt es offene Führungen für Einzelpersonen. Individuelle Führungen für Gruppen oder Unternehmen werden auf Anfrage angeboten. Vielleicht mal eine Idee für einen Firmenevent der anderen Art. Blickwinkel verschieben sich wie der öffentliche Raum von unterschiedlichen Gruppen genutzt wird.  Unbedingt empfehlenswert!

 

Touren ab EUR 13,-- / ermäßigt EUR 7,50 / Unterstützerpreise ab EUR 20,-- / https://querstadtein.org

       

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Die Aufnahmen der Pressefotografen, insbesondere der Gebrüder Haeckel und von Willy Römer, erzählen fotografisch von der Revolution 1918/19. Ihre Aufnahmen sind auch als historische Quellen zu lesen, die etwa erkennen lassen, dass nicht nur Arbeiter und Soldaten Akteure der Revolution waren. Zugleich wird auf den Film wie auf die Unterhaltungskultur im Winter 1918/19 eingegangen, um ein authentischeres Bild von den Revolutionsmonaten und der bestehenden Parallelwelt zu vermitteln. Denn die teils kriegerische Gewalt gehörte ebenso dazu, wie die Lust an den Vergnügungen. Alle Infos – hier

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