1954 gegründet ist der Schleusenkrug einer der ältesten Biergärten der Stadt. Immer voll, immer wieder gut und durch die Lage am Randes des Tiergarten um die Ecke vom Bahnhof Zoo sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern sehr beliebt. Das Essensangebot ist überdurchschnittlich – drinnen wird serviert, draußen gibt es Neulandfleisch vom Grill oder Flammkuchen - und das Allgäuer Büble ist süffig genug um länger zu bleiben.  Und auch hier muss man bei Regen nicht flüchten – ein Großteil der Plätze kann blitzschnell überdacht werden. Bei der Tendenz, die unsere Sommer zu haben scheinen, eine sinnvolle Investiton.      

 

Der Schleusenkrug, Namensgeber ist die benachbarte Schleuse des Landwehrkanals, hat darüberhinaus eine sehr interessante Historie, die so nur in Berlin geschehen sein kann: die Berliner Wasserstraßen standen seit Ende des Zweiten Weltkrieges mit Abschluss des Potsdamer Abkommens unter DDR-Verwaltung, d.h. die Schleuse am Biergarten wurde von DDR Schleusern betrieben. Oben sassen die West Berliner und genossen das Wetter, unten sorgten die Genossen für reibungslosen Schiffsverkehr. So nah kamen sich die Klassenfeinde sonst nicht, auch wenn es handverlesene Schleuser waren, die den Dienst im Westen antreten duften. Grotesk aber jahrzentlang genau so passiert. 

 

Müller Breslau Strasse  – Charlottenburg /  030 313 9909 / im Sommer tgl ab 10:00 / www.schleusenkrug.de /S- Bahnhof Tiergarten - Zoologischer Garten – U9 Bahnhof Zoo        

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

News

Berlin in der Revolution 1918/19 – 09.November 2018-03.März 2019

Die Aufnahmen der Pressefotografen, insbesondere der Gebrüder Haeckel und von Willy Römer, erzählen fotografisch von der Revolution 1918/19. Ihre Aufnahmen sind auch als historische Quellen zu lesen, die etwa erkennen lassen, dass nicht nur Arbeiter und Soldaten Akteure der Revolution waren. Zugleich wird auf den Film wie auf die Unterhaltungskultur im Winter 1918/19 eingegangen, um ein authentischeres Bild von den Revolutionsmonaten und der bestehenden Parallelwelt zu vermitteln. Denn die teils kriegerische Gewalt gehörte ebenso dazu, wie die Lust an den Vergnügungen. Alle Infos – hier

Berlin 18/19 – 23.November 2018 – 19.Mai 2019

Die Sonderausstellung im Märkischen Museum widmet sich den Geschehnissen der Novemberrevolution in Berlin und ihren bis heute sichtbaren Nachwirkungen. Was passierte nach dem 9. November 1918 an der Spree? Wie sah der Revolutionsalltag der Berlinerinnen und Berliner aus? Welche Vorgeschichte hatte der Januaraufstand von 1919, und warum wurden im März desselben Jahres ganze Stadtviertel zum Bürgerkriegsgebiet? Die Sonderausstellung zeigt das großstädtische Leben in der Revolutionsphase und beleuchtet die Hintergründe der Gewalteskalation. Alle Infos - hier

 

Französische Filmwoche 28.November – 05.Dezember 2018

 

Auf dem Programm der Französischen Filmwoche 2018 zahlreiche Deutschlandpremieren französischer und frankophoner Filme. Zum 18. Mal wird die Französische Filmwoche zu einem Forum der Begegnung und des Austauschs. Alle Infos – hier