Martha's

Normalerweise machen solche Restaurants in Berlin ja eigentlich immer in Mitte / Kreuzberg / Neukölln auf – aber das ist hier Schöneberg- und ich freue mich, dass ich mal nicht durch die halbe Stadt radeln muss. Der Inhaber ist Architekt und das merkt man dem Lokal auch an: einfache Holztische, Stuck an der Decke, eine goldene Rückwand an der Bar. Und für Damen – Schaumgummi an den Unterseiten der Tische – sehr strumpfhosenfreundlich.  

 

Küchenchef Manuel Schmuck hat früher im Reinstoff gearbeitet und was aus seiner Küche kommt ist großartiges Essen mit unbeschreiblichen Geschmackserlebnissen; jede einzelne Zutat sticht heraus und doch ist jeder Gang in sich harmonisch und rund. Das fängt schon mit dem Brotkorb an: 3 verschiedene Sorten hausgebackenes Brot, wovon das Blutwurstbrot definitiv mein Favorit ist, dazu Salz, Öl und Butter.

 

Als Vorspeise wählten wir Octopus nach Hausfrauenart – das Knäckebrot war eine irre Überraschung dazu - und Forelle in süß saurer Vinaigrette. Was soll ich sagen – wir waren begeistert. Ausgewogen die Hauptgerichte zwischen Fisch und Fleisch, einige der Gerichte haben auch vegetarische Optionen. Neben der Karte, die regelmäßig wechselt gibt es immer ein Schmorgericht des Tages. Alle Gerichte mischen deftiges und bodenständiges mit asiatisch inspiriertem Fine-Dining. Müritzbock mit Nori – ich wußte nicht wie gut das zusammen schmecken würde; viel gewagt und der Gast hat dadurch viel gewonnen.       

 

Martha’s ist ein absolutes Highlight und Manuel Schmuck völlig verdient der Aufsteiger des Jahres 2015 der Berliner Meisterköche.      

 

Grunewaldstraße 81 – Schöneberg  /  030 780 0 6665 / Di – So ab 18:00 / www.marthas.berlin / U7 Eisenacher Straße -  Bus M46 Grunewaldstraße / Preise - €€ - €€€

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